Heimatdichter Peter Leber

 

2018/2019 feiern wir unseren Heimatdichter Peter Leber. Fragen Sie nach der Neuauflage (1989) des

Gedichtbändchens aus dem Jahre 1925, es ist ein kleiner Beitrag zur Erinnerung an den Seßlacher Heimatdichter und dient dazu, „Heimatgeschichtliches“ alteingesessenen und jungen Menschen aufzuzeigen.

 

Mein Seßlach

 

Ich schau' vom hohen Geyersberg

Auf dunkelgrüne Wälder hin

Die sich als wie ein Efeukranz

Um's Frankenstädtchen Seßlach zieh'n.

 

Am Waldsaum, wo die Fichten sind,

Da tummelt sich ein junges Reh.

Die Schäflein grasen friedlich, still

Auf weiter Flur, im grünen Klee.

 

Der Sämann schreitet durch das Land,

Er sät den Kern ins warme Feld,

Bald kommt die Zeit, in der er dann

Den Lohn im goldnen Korn erhält.

 

Dort in der blum'gen Rodachau

pflückt sich ein holdes Mägdelein

Um ihren Liebsten zu erfreu'n,

Ein Sträußchen aus "Vergiß nicht mein!"

 

Im Wasserlauf des Silberbachs

Seh' ich ein munt'res Bübchen steh'n:

Es will gewiß in stiller Freud,

Die grauen Fischlein schwimmen seh'n!

 

Hoch oben in der blauen Luft

Schwebt eine Lerche voller Lust,

Sie sieht herab auf Berg und Tal

Und singt ein Lied aus voller Brust.

 

Am Tummelplatz vor meinem Haus

Sind meine lieben Kinderlein,

Sie spielen brav mit Stein und Sand

im warmen Frühlingssonnenschein.

 

Vor mir, am Rande der Allee,

liegt manch' Gebäude lieb und wert,

im Häuschen mein, so traut und klein

Steht nun mein Weib am Feuerherd.

 

O Heimatflur, O Heimattal,

Du bist wies Paradies so schön,

O könnt' ich dich vom Geyersberg

Mein ganzes Leben lang beseh'n! 

 

 

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